Erdbau und Tiefbau

Renaturierung von Lippe und Beke im Bereich Tallehof

Der Wasserverband Obere Lippe führen in Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn die Umsetzung eines Hochwasserschutzkonzeptes an der Lippe für den Bereich von Schloß Neuhaus bis Marienloh durch.

Eines dieser Teilmaßnahmen ist eine Retentionsverbesserung in der Lippeaue am Tallhof. Gleichzeitig soll dort eine nachhaltige Optimierung des Gewässerökosystems und der Auenlandschaft innerhalb des Naurschutzgebietes „Lippeaue" erreicht werden.

Der vorhandene rund 700 m lange Lippeabschnitt überhalb des Diebesweges wird durch ein etwa doppelt so langes neues Flussbett ersetzt. Unterhalb des Diebesweges erfolgt die Gestaltung der neuen Lippe auf einer Länge von ca. 550m analog zum oberen Bauabschnitt. Nach dieser Initialgestaltung soll der Lippeabschnitt sich weitgehend selbst überlassen werden, um sich so eigendynamisch entwickeln zu können.

Der Altlauf der Lippe wird durch ein Abdämmbauwerk abgetrennt und zukünftig nur noch bei Hochwasserabflüssen durchströmt.

Eine sogenannte Überlaufschwelle wird parallel zum Diebesweg auf einer Länge von ca. 220 m errichtet. Mit Hilfe der Schwelle wird der Zustrom von Wasser in Richtung Talleseen bei hohen Abflüssen geregelt. Die Talleseen fungieren dann als Hochwasserrückhaltebecken.

Ein weiterer Auftragsbestandteil dieser Teilmaßnahme, ist die Renaturierung der Beke. Aufgrund der geringen Profilbreite wird über die Herausnahme der Sohl- und Böschungssicherungen hinaus in Form von deutlichen Profilverbreiterungen eine aktive Gestalltung vorgenommen. Der Maßnahmenbereich an der unteren Beke reicht von der Mündung rund 330 m bachabwärts. Die Sollbreite dieses Bauabschnitts der Beke  wird etw. verdreifacht und der Böschungsabstand deutlich vergrößert.

Allgemeine Projektdaten

Bauherr: WOL Wasserverband Obere Lippe
Planung + Bauleitung: NZO GmbH, Bielefeld (Los 1), Ing.-Büro Queißer Gschwandtl GmbH, Karlsruhe (Los 2)
Baubeginn: September 2011
Bauende: Oktober 2012

IMMIG_Renaturierung Lippe Beke